Wer sich früher einmal als konservativ bezeichnete, der stellte sich entschieden gegen Auswüchse des reinen Kapitalismus wider Mensch und Umwelt und trat dementsprechend für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur oder, von einer christlichen Warte aus, der Schöpfung ein, ihrer Schonung und Bewahrung. Aber die Zeiten einer gesunden Fortschrittsskepsis konservativer Prägung als Korrektiv zu allzu fortschrittsgläubigen Liberalismus und Sozialismus scheinen lange passé zu sein. Nicht allein in den USA entpuppen sich Konservative heutzutage als Agenten eines ungezügelten Raubbau-Kapitalismus. Nein, auch in unserer BRD entblöden sich selbsternannte CDU-Konservative eines „Berliner Kreises“ nun offenbar nicht, die Einhegung des Klimawandels anzuzweifeln.  Das Klimaschutzabkommen von Paris, Klimaforschung als solche denunzieren sie als „moralische Erpressung“, dabei unterschlagend, daß Ihnen selbst jegliche Moral abgeht, außer vielleicht der, einzig und allein an der Sicherung des persönlichen Wohlstands interessiert zu sein. Das Wohlergehen späterer Generationen bzw. das Schicksal der Menschen in der unterprivilegierten, von Naturkatastrophen umso mehr heimgesuchten bzw. bedrohten südlichen Hemisphäre (man denke bspw. an die Insel-Staaten der Weltmeere) fällt dabei gänzlich aus dem Blick. Alles wird der uneingeschränkten, rücksichtslosen Beibehaltung, vulgo „Konservierung“,  der eigenen alles und alle vernutzenden Lebensform untergeordnet. Ein paar hungrige Mäuler weniger irgendwo „am Arsch der Welt“ sind hierbei durchaus zu verschmerzen, wenn nur dem absoluten eigenen Ziele dienlich. Anpassung an die sich zweifellos einstellenden klimatisch-geographischen Veränderungen, also das Abschmelzen der Polkappen, wird auch hier als notwendig erachtet – indem man kurzerhand eben das Nordmeer leerfischt und die arktischen Rohstoffe dem Raubbau preisgibt. Und solch ein Gebaren gar noch als Chance verkauft, welche die allfälligen Schäden an der Natur bei weitem aufwiege. Das mag kurzfristig vielleicht eine Stabilisierung des westlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsmodells bedeuten (auf Kosten der üblichen Verlierer freilich). Langfristig führt es jedoch zu dessen Zusammenbruch, solange man nicht an der Wurzel allen Übels ansetzt, einer künstlich angeregten und auf Neid und Bequemlichkeit basierenden, einzig materiellen Bedürfnisbefriedigung als eigentliches Opium fürs Volk.  Not tut allerdings ein grundlegender Wandel der Einstellung hin zu einer Art „bescheiden ist geil“. Doch wenn christ-konservativ zu sein künftig mithin gleichzusetzen ist mit einem blinden darwinistischen Manchester-Kapitalismus klassischer Prägung, dann Gnade uns Gott!

Verfasst von: LuxOr | 1. Mai 2017

Aufgeschnappt: Downsizing mit Stil

Fürwahr, eine Leistungsgesellschaft wie die unsrige westliche liberal-kapitalistische huldigt bedingungslos einer Überindividualisierung durch Selbstinszenierung von noch so irrelevanten Errungenschaften. Da kann kein Auftritt exotisch, schrill, abwegig, gewagt, gefährlich, dämlich genug sein – Hauptsache, die likes der ebenso gepolten Claqueure schnellen in die Höhe. Die Großkopferten vor dem Herrn habens da naturgemäß leichter, besorgt doch allein schon das gut gefüllte Portemonnaie die einem ohnehin zustehende protzende Exklusivität, wenn auch häufig auf Kosten des Geschmacks und der rechten Dimension.

Da lob ich mir doch die bewußte Entscheidung zum Downsizing. Gewiß, dahinter mag bisweilen dieselbe Oberflächen-Attitüde stecken, wodurch sie letztlich wieder systemkonform wird. Doch immerhin gelingt das hier augenzwinkernd und mit Stil. Denn ausreichend Platz ist bekanntlich in jeder Hütte (läßt man mal die Puppen-Hundehütte der unsäglichen Heidi Ka außen vor …). In diesem Sinne also – und noch dazu passend zum heutigen Frei-Tag:

Friede den Hütten …

Downsizing: Platz ist in der kleinsten Hütte

Zu besagtem FAZ-Artikel

Verfasst von: LuxOr | 24. April 2017

Von Umwegen und Abstechern – inspired by schrittWeise

Recht hast Du, Herr Schrittlesmacher, Umwege vermögen uns aufzulockern, heben unsere Stimmung, bringen Farbe ins Spiel, so wenn possierliche Tierchen unsern Weg kreuzen oder sonst wie unsere Aufmerksamkeit erlangen.

Gewiß, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das um der Sicherheit willen häufig nicht gewillt ist, ausgetretene Pfade zu verlassen. Zudem sind wir stets in Eile und suchen daher den direkten Weg, um von A nach B zu gelangen. Gleichwohl ist uns eine natürliche Neugierde eigen, wollen wir unser Bedürfnis nach Abwechslung stillen, sind wir für jedes Aha-Erlebnis im ansonsten monotonen Einerlei dankbar. Und da kommt uns ein Umweg, freiwillig oder auch nicht, oder ein Abstecher bisweilen gerade recht. Denn dann gehen wir mit wachem Blick umher, sind empfänglich für verschiedenartige viauelle Eindrücke, Töne und Geräusche und lassen uns bezaubern. Und sollten wir unser Ziel auch nicht in der avisierten Zeit erreichen, kommen wir jedoch frohgemut und mit einem Lächeln womöglich an.

Oftmals nach dem Einkauf fahre ich beispielsweise nicht direkt nach Hause, sondern mache noch einen Abstecher an das heimische Gestade, setze mich eine kleine Weile auf eine Bank, schließe die Augen und lausche und laufe schließlich noch über den Sand zum Wasser hin. Oder einstmals, wie ich noch zeitig am Morgen oder auch mal nachmittags gen FR aufbrach – heuer fahr ich ja meist des Nachts –, nahm ich bisweilen nicht den direkten Weg durchs Höllental, sondern zweigte in Hinterzarten gen Turner ab, um dann über St. Märgen und St. Peter in die Schwarzwaldhauptstadt zu gelangen. Das Höllental ist ja für Ortsfremde nicht unspektakulär, doch viel zu sehen gibt es nicht wirklich und viel Verkehr herrscht dort überdies. Nimmst Du indes den erwähnten Umweg und erhaschst jenseits der sich an den Hängen kurvenreich entlang schlängelnden Straße bei blauem Himmel einen Blick über wahlweise schneeüberzuckerte resp. saftig grüne Wiesen auf sanften Hügeln, dann öffnen sich Deine Sinne und Du lernst Deine südbadische Heimat lieben …

Verfasst von: LuxOr | 23. April 2017

Anekdötchen: Über wahre Liebe

Als ich mich gestern in aller Herrgottsfrüh auf den Weg machte zur Verabschiedung meiner ehemaligen Chorleiterin, gewahrte ich doch am Ende unserer Stichstraße, kurz vor Einmündung in einen Kreisel, meine Hausnachbarin, welche gerade die Aika, ihre Promenadenmischung, Gassi führte. Das Fenster herunterlassend und die beiden Damen anrufend, stürzte das possierliche Hundilein doch urplötzlich vor lauter Freude quer über die allerdings nicht sehr breite Straße und mir am Auto empor. Durchaus überrascht über diesen spontanen Ausbruch von Zuneigung, meinte ich darob gerührt: „Ja, das ist wahre Hundeliebe“ zu ihrem Frauchen, das vermutlich auch nicht unstolz über seinen liebreizenden Schützling war. Somit bescherte mir Aikas Anfall gleichsam einen fröhlichen Start in den Tag, und dieses Gefühl hielt dann auch bis in den Abend an: Kleine Ursache, große Wirkung.

Ein mutmaßlicher Verwandter meiner tierischen Nachbarin.

Verfasst von: LuxOr | 24. August 2016

Samstags zum dm und dann …

Hej, A!

Ja, Du magst Samstag so zum Spätnachmittag sicherlich ganz dringlich den innerstädtischen dm aufsuchen und Dich drogerielich eindecken. Und dann erinnerst Du Dich, der El, der sonore Baß, malte Dir doch einst in epischen Zügen den weiteren gemütlichen Gang dieses gerade beginnenden Samstagabend aus und Du denkst Dir, genau, danach ist mir nun, das machen wir jetzt, und nach einem beherzten Telephonat triffst Du besagten nicht uncharmanten Charakter-Glatzkopf vor dem hiesigen Lichtspielhaus, welches Du, bevor es Ende des Jahres wohl auf immer seine Pforten schließen wird, noch mit Deiner persönlichen (falls sich da mittlerweile etwas geändert haben sollte: einmal ist keinmal!) hiesigen Kino-Premieren-Aufwartung beehren magst, und Du sinnierst, dann soll es aber tunlichst keine flach-komödiantische Konfektionsware, sondern das volle Problem-Programm sein, denn das erste Mal vergißt man ja bekanntlich nie, und da Dich bereits “the virgin suicides” nachhaltig beeindruckt hat, schlägst Du “Mustang” (18:30h, Treff ca. 18:00h) vor, was sich sogleich allgemeiner Zustimmung erfreut. Und weil es mittlerweile after-Tagesschau-Time ist und Du da für gewöhnlich ein kleines Abend-Mahl noch zu Dir nimmst, kommen wir geschwind überein, beim Türken resp. Italiener unseres Vertrauens um die Ecke einzukehren, um uns über einem feinen Gericht, das eben Geschaute im Herze bewegend, zuzuprosten. Und ums Versehen siehst Du Dich alsbald mit El, der des Traubensaftes ohnehin nicht abhold, sodann zu einem letzten edlen Tropfen in die erste Beize am Ort einkehren. Der Art animiert, heiter beschwingt, angeregt unterhalten und sehr wohl aufgeschlossen machen wir uns schließlich auf den Heimweg, den Abend gemeinsam gemütlich und weich gebettet ausklingen zu lassen und Du resümierst, welch grandiose Idee war das doch von Dir mit dem samstagspätnachmittäglichen Einkauf bei dm …

(Anm. des Verfassers: Der Text blieb ne Weile leider links liegen, was der geneigte Kinogänger an eben diesem „Mustang“, welcher längst lief, erkennen mag.)

Verfasst von: LuxOr | 24. August 2016

eine erkühnte Seepartie

Der interessierten holden Dämlichkeit zur Bewunderung und den Rittern ohne Fehl und Tadel zum Ansporne sei folgendes kund getan:

Der Ce und ich, zwei tollkühne Recken, sind gestern wagemutigst in See gestochen. Denn vom beschaulichen M. aus nahmen wir entschlossen Kurs erst auf A.. So dann querten wir das Schwäbsche Meere, um an der R. nördlichem Gestade unsere Brotzeit – meine gewohnt üppig belegt von flinker Hand im Dorflädele – einzunehmen. Alsdann huben wir an, die weltkulturelle Insel zu umrunden, was sich nach Passage der Traverse dann doch als schweißtreibendes Unterfangen erwies, da auf der Südseite kein Wind mehr aufkommen wollte und die Sonne unerbittlich herniederbrannte. Und die Paddelbewegungen kamen dann auch nicht mehr ganz locker aus dem Handgelenk geschossen. Doch was ein rechter Recke ist, gestählt auch durch unzählige Auseinandersetzungen mit E-Bikern voller Falsch, den ficht das bißchen Schmerz nicht an. Nach einem geschwinden Radler in einem allzu mittelalterlich bevölkerten Strandbade in südwestlicher Ecke des romanisch-gemüslichen Eilandes bestiegen wir unser treues, auf den Namen “Blutrot” getauftes, maritimes Ross, die letzte Etappe in Angriff nehmend. Und wieder kreuzten furchtlos wir den bedrohlich weit aufragenden Höllenschlund des unruhigen Ozeanes gen M., denn ehrlose, gewissen- und ruchlose Wiganten reizten den Herrn der Wellen mit ihren ungestümen Motorrossen dermaßen auf, daß die See in unberechenbare Wallung geriet. Hatten diese feigen Söldner des Kapitalismus etwa darauf gehofft, uns auf hinterhältigste Weise zum Kentern zu bringen, wurden sie freilich rasch eines Besseren belehrt. Denn wir beide wackren Degen ritten geradewegs auf die Wellen zu und hinan, daß es eine schiere Freude war. So langten wir unangefochten und souverän, bewegt allein von der uns eigenen Manneskraft, vor der M. an und paddelten anschließend im sicheren Bewußtsein, allen Gefahren der See wie hinterhältigster gedungener Kreaturen heldenhaft getrotzt zu haben, hochzeitig – und eine ganze halbe Stunde vor der Zeit – in den Heimathafen ein. Dorten nahmen wir denn noch ein erfrischendes Bade, die ehrfürchtig-scheuen Blicke des einfachen Volkes mit Wohlwollen gewahrend, und kehrten schließlich hungrig, aber zufrieden zu des Ces R-er Trutzburg zurück, wo uns Lucy, die beständige Hüterin des Heimes, ungeduldig schon, aber freudig erwartete.

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Geschehen zu M. und drum herum den dreiundzwanzigsten des Augusts im Jahre des Herrn Zweitausendundsechzehn,

El “Rotgesicht” Edelmann von Be

 

Postscriptum I:

Lucy ist natürlich ein munterer Vierbeiner, ne wohlgenährte, schwarz-weiße Katz nämlich.

 

Postscriptum II:

Wie man innert fünf Stunden sich die Farbe eines ganzen Sommers aufs Gesicht zaubern kann …

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Nach dem wohl verdienten Sprung ins erfrischende Naß vor Ort in M …

Verfasst von: LuxOr | 15. August 2015

och nu nagot avspänt …

Na, da schrieb ich mich dann doch etwas zu sehr in Rage Zum Runterkommen daher nun mein derzeitig favorisierter Ohrenschmaus. Denn ich bin ja, zugegeben, in Maßen auch ein Umpfzger … 🙂

… und gleich noch n schadenfreudig-lustiges Katzen-Filmchen hinterher:

Verfasst von: LuxOr | 15. August 2015

Simpel aller Länder, vereinigt Euch!

Lebt man auf dem Lande, also nicht in irgendwelchen seelenlosen Schlafdörfern aus der Retorte, sondern in alten agrarisch geprägten Orten, soll es schon mal vorkommen, daß sich Kühe in der Nachbarschaft finden. Bisweilen mögen diese dann auch Glocken tragen, deren Klang zugegeben schon durchdringend schallen kann – insbesondere wenn Menschen sie schellen. Nichtsdestotrotz wirkt dies Gebimmel in seiner beständigen Monotonie doch eher beruhigend-kontemplativ. Dennoch scheint es Zeitgenossen zu geben, die sich nicht entblöden, dagegen gerichtlich vorzugehen. Und die Justiz, nicht minder dämlich, nimmt diese Beschwerde an bzw. gibt dem Beschwerdeführer auch noch Recht, wie eben erst in Oberbayern geschehen: Gericht verbietet Kuhglocken.

Nun kann man das Landleben vielleicht nicht mit dem nächtlichen Treiben im Zentrum einer deutschen Großstadt vergleichen, wo der Schreiber dieser Zeilen aufwuchs und seine Familie immer noch lebt. Gleichwohl nimmt es Wunder, daß sich die Ordnungskräfte hier vornehm zurückhalten, Anzeigen gegen Lokale wegen mangelnden öffentlichen Interesses nicht zur Verfolgung gelangen, auch wenn diese Lokalitäten ihre Ausschankzeiten draußen eigenmächtig einfach weiter ausdehnen und die Nachbarschaft auf engstem Raum bis eins, wochenends bis mindestens zwei Uhr nachts bei geöffneten Türen und Fenstern umpfzg-mäßig beschallen. Danach herrscht aber noch lange keine Ruhe, denn die über den Durst getrunkenen Nachtschwärmer lautsprechern erst noch bis anno ultimo, werfen Müllsäcke und -Kübel um, entledigen sich sorglos ihrer Fastfood-Schachteln auf der Straße, wozu ist denn schließlich die Stadtreinigung da?, reihern und urinieren wahllos in Türnischen – hinterlassen mithin ein Schlachtfeld. Und das geschieht nahezu allabendlich während der warmen Jahreszeit. Wo bleibt da die öffentliche Autorität und Ordnungsmacht? Zumal ich mich noch der Zeiten erinnere, daß man sommers dort mit geöffnetem Fenster schlafen konnte. Obgleich die erwähnten Bums-Lokale auch damals schon existierten …

Aber nein, man sonnt sich ja in seinem Image der weltoffenen, südländisch-libertären, stramm ökologisch ausgerichteten, grün-alternativen Vorzeige-Kommune, die freilich jenseits allen medienwirksamen Straßenbahnbaus und Partnerstadtsammelns längst jeglichen Gestaltungswillen aufgegeben hat und einen rechtsfreien Party-Raum kaum wieder unter Kontrolle zu bringen vermag, falls dieser Wille überhaupt vorhanden sein sollte, was doch stark anzuzweifeln ist. Es sei betont, daß ich hier keineswegs einem polizeistaatlich durch-regulierten offentlichen Raum das Wort rede, doch herrscht nicht allerorten eine falsch verstandene Liberalität vor, die jeglicher Form von Rücksichtslosigkeit Tür und Tor öffnet? Aber wenn mal irgendwo ein paar harmlose Kuhglocken bimmeln, dann finden sich doch stets ein, zwei Simpel …

Tierisch, allzu tierisches …

faz.net_31.07._I

 

faz.net_31.07._V

 

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… und Fernweh.

faz.net_31.07._III

 

 

faz.net_31.07._IV

 

Verfasst von: LuxOr | 29. Juli 2015

Eine Umfrage der anderen Art …

eine kleine ad-hoc-Volkbefragung …

Sehr geehrtes Fräulein Pe,

im Namen unseres Auftraggebers, des geschätzten Hr. Eljot De, führen wir, die Auskunftei für Neugier, Wunderfitz und masochistisches Wissen, eine kleine feine Umfrage durch. Wenn Sie, sehr geehrtes Fräulein Pe, also geruhen mögen, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, zwei, drei unwesentliche, teils aktuelle, teils das Vergangene betreffende Fragen, welche Hr. De aufgrund der obwaltenden Umstände gerne geklärt wissen wollte, nach reiflicher Gewissensbefragung zu beantworten, gewinnen Sie keinen Gutschein, aber einen feuchten Händedruck. Sind Sie gewillt, ja? Dann also frischauf!

Und hier geht es auch schon los, sehr geehrtes Fräulein Pe:
Der geschätzte Hr. De traf gestern um die frühe Nachmittagsstunde an der höheren Bildungsstätte auf einen gewissen El Es. Um nun für alle Fälle gewappnet zu sein für den allerdings unwahrscheinlichen Fall eines finalen Showdowns, welchen unser Auftraggeber natürlich nicht anstrebt, würde Hr. De doch gerne erfahren, was das sehr geehrte Fräulein dem El Es denn wie über ihn bzw. ihn und das sehr geehrte Fräulein hat wissen lassen. Das muss nicht en Detail geschehen, im Groben reicht es durchaus auch.

Und schon folgt Frage zwo, sehr geehrtes Fräulein Pe:
Ein gewisser Niklas Fragezeichen riet Ihnen angesichts Ihrer mutmaßlichen Gemeinsamkeitslosigkeit mit unserem Auftraggeber, dem geschätzten Hr. De, zu diesem Abstand zu gewinnen. Hr. De nun wiederum fragte sich alsbald, freilich ohne dies Begehr noch an das sehr geehrte Fräulein bringen zu können, was besagter Fragezeichen denn dem sehr geehrten Fräulein angesichts Ihrer eigenen atmosphärischen Störung im Umgange mit dem El Es mit auf den Weg gab. Grobe Züge auch hier ausreichend.

Sie haben es gleich geschafft, sehr geehrtes Fräulein Pe, nur noch eine letzte Frage:
Sie selbst, geehrtes Fräulein Pe, baten das Fräulein xy … Einen Moment, bitte! Ja, am Apparat. Selbstverständlich, Sie können sich auf mich verlassen, das wird umgehend korrigiert! Einen schönen Tag Ihnen und auf Wiederhören. … Stopstopstopstopstop: Der geschätzte Hr. De interveniert gerade, eine Antwort hierauf könnte u. U. heikel sein oder auch zu präju-dizierend wirken. Er wird Sie daher bei Zeiten noch persönlich darauf ansprechen. Wir bitten Sie daher um Ihr geneigtes Verständnis.

Und so dürfen wir Ihnen ganz herzlich gratulieren, sehr geehrtes Fräulein Pe, zum erfolgreichen Abschluss dieses kleinen Fragebogens. Wir bedanken uns für Ihre unvoreingenommene Bereitschaft zur Teilnahme und Ihre Geduld und freuen uns, wenn Sie uns alsbald wieder beehren mögen. Im Übrigen wünschen wir Ihnen nun eine angenehme Sommerfrische und verbleiben mit badischem Gruße auf dann oder wann,

gez.

.lf.e. E. N.um… (Rest unleserlich)

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