Schlagwort-Archive: Schönheit

Letzte Dinge …

Gestern Abend die Langzeit-Doku im Ersten: „Expedition Arktis – Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis“ über die Mosaik-Expedition mit dem Eisbrecher Polarstern durch das (gar nicht mehr so) ewige Eis der Arktis geschaut. Eine künstliche Landschaft von bizarrer Schönheit und berückender Einsamkeit. Ein Gedanke hat mich im Anschluß dann etwas länger beschäftigt. Es hieß nämlich, diese Forschergeneration sei wohl die letzte, welche diese wüste Eiseswelt noch beobachten könne. Von welchen Dingen (oder eben auch Lebewesen od dgl.) wird man dereinst, in hundert Jahren oder so, darüber hinaus noch sagen müssen, W I R seien die Letzten gewesen, die ihrer ansichtig geworden wären …?

Über: Arches, National History Museum, London

Wie in einem gotischen Kirchenbau: Pfeiler, Säulen, Bögen, querlaufende Balustraden, alles reich verziert. Scheinbar unkoordiniert, obwaltet dennoch eine heimliche Harmonie. Ob dieser unbeschreiblichen Schönheit bin ich jedenfalls immer wieder aufs Neue verzückt und fasziniert.

Vielen Dank daher für diese aufregende Ansicht an M. B.

Michaela Best

Arches, National History Museum, London

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(Anti-)Helden oder kein Toupet

Das Körperteil des Monats – Heute: Brustkorb

Der ~, lat. thorax (altgr.: θώραξ ‚Brustpanzer‘), Plural Thoraces

Photographie © @ufdieBlende / Ich

so fein gehaart …

Das Körperteil des Monats – Heute: Unterkiefer / Kinn

(der ~, lat.: Mandibula) / (das ~, lat. Mentum)

Photographie © @ufdieBlende / Ich

Übergänge …

Ja, so schnell kann’s dann manchmal gehen: tags zuvor nochmals lustvoll durchs Laub geraschelt, durfte ich Sonntag dann doch den ersten Schnee begrüßen. Nach diesem doch denkwürdig eintönigen – Hach, schon wieder bloß Sonne! – und noch dazu allzu regenarmen Sommer rechnete ich für den Winter nicht wirklich mit einer dieser Jahreszeit eigentlich angemessenen Kühle (mit der es zu Weihnachten allerdings offenbar schon wieder passé sein soll, schnüff!). Zumal die Niederschlagsmenge übern Herbst auch nicht wesentlich zunahm. Umso erfreuter war ich natürlich, als ich Sonntagmorgen den Rollladen hochzog und mir eine dichte Schneedecke entgegenstrahlte. Die Verzückung ging gar so weit, daß ich meinen ursprünglichen Plan, den Oskar K. auf einem Museumsplausch in Züri näher kennenzulernen, kurzerhand über den Haufen warf und auf den Februar verlegte. Und all das bloß, um genüßlich und andächtig über den zart gepuderten weißen Teppich der Natur zu knirschen. Stromerte denn auch ganze drei Stunden durch heimischen Wald und Flur, immer wieder aufs Neue ergriffen innehaltend vor der winterlichen Schönheit (unbewegtes Bildmaterial folgt jedenfalls ein anderes Mal).

 

Um ehrlich zu sein, Herbst und Winter sind mir die liebsten Jahreszeiten, vielleicht auch, weil ich ein Dezember-Kind bin. Frühling und Sommer haben durchaus ihren Reiz, die Bäume schlagen aus, man reckt und streckt sich, man hält sich wieder länger draußen auf, man lustwandelt, man flügelt aus, man wandert Rad, man schwimmt und was weiß ich nicht noch alles … Gleichwohl ist mir das Sommerhalbjahr aufs Ganze gesehen schlichtweg zu satt, zu intensiv, zu umtriebig. Unter der zweiten Jahreshälfte ist stattdessen alles gedimmt, das Licht wird weicher (so es der Nebel nicht umstandslos einfach schluckt, aber selbst das kann seinen Reiz haben, variatio delectat eben!), die Natur – und mit ihr bisweilen auch der Mensch – kommen zur Ruhe, die früher einsetzende Dunkelheit tut das Ihrige dazu, leise rieselt dann der Schnee und still und starr liegt der See … (Ausnahmen bestätigen freilich die Regel, über die notorischen Auswüchse über Sylvester und Fastnacht wollen wir hier aber kein weiteres Wort verlieren.) Kann allerdings, wer sich (nicht erst) nach dem ersten zarten Schneefall schon wieder nach der lichten Ausgelassenheit des Sommers sehnt, überhaupt zufrieden und achtsam im Hier & Jetzt leben? Simpel ist daher noch immer die Wahrheit, daß nur, wer Dunkelheit, Melancholie, ja mitunter auch Schmerz ausdrücklich zu akzeptieren und respektieren vermag, sich tatsächlich an der Rückkehr von Helle und Wärme recht erfreuen kann. Ich arbeite zumindest daran …

Bewegte Bilder © LuxOr

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Anmerkung in eigener Sache:

Je nach Zählweise handelt es sich bei dem vorliegenden Text um meinen neunundneunzigsten Beitrag unter LuxOrs. Nach verhaltenen, akademisch veranlaßten Anfängen im Jahre zehn nach der zweiten Jahrtausendwende und eher bescheiden-halbherzigen Wiederbelebungsversuchen (und noch unter anderem Namen) vor nunmehr auch schon wieder zwei, drei Jahren, schreibe ich seit mittlerweile 1 ¾ Jahren nun halbwegs regelmäßig (nicht nur) gut-wut-bürgerlich und neuerdings auch photo-romantisch. Gedankt sei an dieser Stelle – neben der geneigten Leserschaft – daher Dario schrittWeise, der mich letztlich dazu anregte, meinen wiederholten Kultur-Kritikastereien nach Gutmenschen-Art, geistig-humoristischen Pseudo-Höhenflügen und visuellen Machwerken bloglich freien Lauf zu lassen. Auch wenn er dann nicht immer d’accord ging mit dem ein oder anderen Resultat bzw. Kommentar …

 

Schau mir in die Augen, Kleine!

Das Körperteil des Monats – Heute: Auge

(das ~; altgr. ὤψ ops, lat. oculus)

Photographie © @ufdieBlende / Ich

Zehenfertig?

Das Körperteil des Monats – Heute: Fußzehen

(Pl., Sing der -zeh resp. die -zehe; lat. digitus / digiti pedis)

Photographie © @ufdieBlende / Ich

Auch ein gräulicher Rücken kann entzücken …

Das Körperteil des Monats – heute: Schulterblatt (das  ~; lat. scapula)

© @ufdieBlende / Ich