Schlagwort-Archive: kreatives Schreiben

Blick in Abgründe oder von männlichen Erfolgserlebnissen

Er hat es nicht anders gewollt! In der Abfahrt einer Senke meinte ein MTBler kürzlich doch tatsächlich, mich überholen zu müssen. Der Knilch! War ihm denn nicht klar, mit wem er es hier überhaupt zu tun hatte?! War ihm denn nicht bewußt, welch taktischen Mißgriff er mit diesem übermütigen Manöver im Angesicht der nächsten Steigung beging? Doch er wurde eines Besseren belehrt wie unzählige andere unbedarfte zahnlose Pedalisten bereits vor ihm, denen ihre vermeintlich schnellere Gangart in Abfahrt und Ebene früher oder später zum Verhängnis werden sollte. Denn keiner überholt LuxOr, den Kurbelwirbelwind, den MTB-Schreck, ungestraft unmittelbar vor einem anschließenden Anstieg! Und so kam es, wie es eben kommen mußte. LuxOr, dem Crossradler, war es nämlich geschwind gewahr, wie der Wicht schon im Einstieg zum Anstieg schwächelte. Ohne viel Federlesens zog er also den Bergsprint mit seinem getreuen und flinken, schillernd blauen Ross an, schloß rasch auf, kurbelte dann leichtfüßig an dem hörbar verzweifelt mit den Prozenten kämpfenden Unglücklichen vorbei und hatte ihn bis zum Abzweig Richtung Hügelkreuz bereits gnadenlos um Längen distanziert. Welch ein Hochgefühl, welch ein Triumph!

Schattenspiel am Hügelkreuz

Und somit hat sich die uralte Menschheitsregel aufs Neue bewahrheitet: „there can only be one“, „es ist immer einer besser“, willkommen in der Steinzeit oder schlummert nicht in einem jedem von uns ein präpotenter Primat …?

Photographie © LuxOr

Noli me tangere!

Chrrrrhch! Einfach unverbesserlich übergriffig! Also, diese Zweibeiner genannt Menschen kennen keinen Anstand, keine Grenzen, keine Distanz. Da stellt mir dieser Bazi, dieser Lackel doch unverfroren nach und will mich sogar betatschen, so daß ich mich in Sicherheit bringen muß!

Dabei liegt es doch offen zutage: wo lebe ich, wo befinde ich mich denn? Genau, im Museum. Und also bin ich eine Museumskatze und einzigartig und als solche unter allen Umständen unberührbar! Das ist ein Ort der stillen Versenkung und gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Geschauten. Lange Finger sind da absolut fehl am Platze. Genieße lieber die herrliche Aussicht, Mann, und mach Dir dabei romantische Gedanken,

aber laß mich in Frieden! Also schleich Dich, ich sag’s Dir im Guten, sonst setzt’s doch noch Krallen-Krawall, Chrrrrhch!

Photographie © LuxOr

Von Schlössern, Schikanen und elastischen Gliedern

So eine Unverschämtheit, so eine bodenlose Frechheit! Seller LuxOr (was ist das überhaupt für ein Name?!), seller selbsternannte Knipser vor dem Herrn, seller Quartals-Freiburger, derweil ich als einziger Kater im Haus (!!!) beständig und unverdrossen die Stellung halte und die Damen heldenhaft vor Ungemach bewahre (!!!), – der hat mir weiß Gott nichts zu sagen. Aber nun d a s !

Erst zerdeppert er mir nächtens meine geräumige blaue Schloßbox durch einen (sehr verdächtig nach Mutwillen riechenden, gezielten) Tritt; hat denn der Heinz keine Augen im Kopf! Dann stellt er mir auch noch dieses wachsweiche, grüne Schächtelchen hin, winzig und schäbig, als ob nichts gewesen wäre. Und das mir, dem König des Hinterhofs! Die reine Provokation, nichts als Schikane! Wer hat da noch Töne? Wie weit ist es gekommen mit der Menschen Arroganz und Übermut? (Und warum fuchtelt der nun schon wieder so wichtigtuerisch und ohn End mit dem rechteckigen Kästchen vor mir herum, das andauernd klick, klick macht?)

Aber wart nur, Bürschle, ich nehme die Herausforderung an, das wär doch gelacht! Ich passe da elegant und kunstvoll gefaltet hinein, mein Beiname lautet schließlich nicht umsonst „Mäxchen Meyer mit den elastischen Gliedern“!

Et voilà, habe ich etwa zu viel versprochen, habe ich mich nicht gekonnt verpackt und gebe dabei noch immer eine stattliche Erscheinung ab, die ohne Zweifel Respekt heischt? Ich bin eben der Meister aller Schuhgrößen, wer es mit mir aufnehmen will, benötigt schon nen Schraubstock!

 

Daher kann ich jetzt auch gut geknauscht meinen Triumph genießen. Ansonsten aber ma Schluß mit dem ganzen Firlefanz hier: machst Du wohl die Kamera aus, Du Hallodri!

 

Photographie (minimal manipuliert) © Mäx „Ich, einfach unverbesserlich“ Meyer resp. LuxOr

Nacktbildversuch

… N a c k t?!? … Ähem.  … Hoppsan, liebe Leserin, so was aber auch, das ist mir nun aber furchtbar peinlich, da hat sich doch tatsächlich ein Freudscher Verschreiber eingeschlichen, tsetsetse. Es muß natürlich N a c h t heißen, gell! Der geneigte Follower möge mir jedenfalls meine vorübergehende Zerstreutheit verzeihen. Dies soll ja schließlich – trotz diverser nackter Tatsachen, bestehender und auch künftiger, – ein seriös-züchtiger Blog bleiben.

Not tut aber vielleicht wirklich ein großes Stativ um des unerläßlichen Chili und Curry willen, denn hand-gestützt machen sich dann doch leider unweigerlich und allzu geschwind Haltungsprobleme bemerkbar. Daher packe ich beim nächsten Heimaturlaub kurzerhand mein ansonsten ungenutzt vor sich hin dämmerndes Gestell ein. Ob mir dann allerdings nochmals solch eine luftig-locker-leichthändige Schiefe gelingen wird? Na, vielleicht sollte ich mich eben doch auch mal an Nacktbildern versuchen …

Photographie (unbearbeitet) © LuxOr