Narziß und WordPress oder sapere aude!

 

Zwischen Schön-Wetter-Beliebigkeit und Selbstarstellung.

Zwischen Kunsthandwerk und Schulaufsatzmonotonie.

 

Gleichgültigkeit gegenüber der Wirklichkeit,

Ignoranz gegenüber dem Weltgeschehen.

 

Alles gleichwohl bierernst und

ohne einen Hauch von Selbstironie präsentiert.

 

Dort, wo einzig ästhetisierende Gefolgschaft erwünscht ist,

ist ein kritischer Austausch unmöglich gemacht;

wo man sich selbstzufrieden in der Eitelkeit der steigenden Like-Klicks und Folgsamen sonnt,

kann es mithin niemals zu Weiter-Entwicklung kommen.

 

Leichtfertiges Sich-aus-der-Verantwortung-Stehlen,

Freiwillige Preisgabe der Ideen der Aufklärung.

 

Ohne einen Anspruch an sich selbst?

Gediegene Langeweile.

 

Dann ist es auch egal,

unter welchem gesellschaftlichen System man lebt,

sei es nun eine Demokratie oder eine Diktatur:

Man ist in jedem Fall system-konform.

 

Aber eben auch der Mann ohne Eigenschaften.

 

4 Gedanken zu „Narziß und WordPress oder sapere aude!

  1. Dario schrittWeise

    Hi LuxOr, mag sein, dass Soziale Medien sehr auf schönen Schein aus sind, aber da finde ich WordPress noch human. Insgesamt sind Inhalte auf Instagram, Facebook und Co. schon verbesserungswürdig. Andererseits würde ich die Nutzer nicht gleich als „Menschen ohne Eigenschaften“ bezeichnen.

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    1. LuxOr Autor

      Hej, Dario! Na, Du gräbst aber Beiträge aus 🙂 Mit WP magst insgeheim Recht haben, da ich mich aber bloß dorten beweg, blieb es eben dabei. Deine Bedenken zur letzten Zeile „Mann ohne Eigenschaften“ kann ich auch nachvollziehen, folgt für mich aber insoweit aus dem Vorigen, als jemand ohne Ecken und Kanten und geäußerter Meinung doch ziemlich „unfaßbar“ und „glatt“ erscheint. Vielleicht macht es das nun doch etwas plausibler für Dich. Lieben Dank auf jeden Fall für Dein kritisches Mitdenken. Nacht und Wohlsein, der El

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  2. Dario schrittWeise

    (2/2) Man weiß ja nicht, was die Autoren dieser Beiträge sonst machen. Vielleicht engagieren sich ja sonst für gute Zwecke o.Ä. und in ihrer Freizeit schreiben sie über Sachen, die man als „schöner Schein“ bezeichnen könnte. Der Auftritt eines Menschen in sozialen Netzwerken ist nur eine Facette seines Lebens. Private Nachrichten sind ja auch eine gute Möglichkeit, um mit anderen in Dialog zu treten. Man muss ja nicht gleich das Thema seiner Internetpräsenz gleich ändern, um persönlichen Austausch zu ermöglichen. Ich finde außerdem, dass Gefühle insbesondere zwischen den Zeilen transportiert werden können, nicht zuletzt bei Kunst/“Kunsthandwerk“ … Ich wünsche dir einen angenehmen Abend, LG, Dario 🙂🍀🐞

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    1. LuxOr Autor

      Jetzt mußte ich doch tatsächlich den zweiten Teil ausm Spam fischen, seltsam, zufällig bloß bemerkt …

      Yapp, Deinen Einwand, man wisse ja nicht, was der Betreffende außerhalb so anstelle oder evtl auch auf einem anderen Blog, teile ich auch. Aber auch hier war mir eben die Zuspitzung wichtig.

      Wish u nu aber für heute endgültig what und Servus, der El

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