Wie man richtig zitiert!

Angesichts eines neuerlich drohenden Plagiatsdesasters (heuer Frau Minister Franziska G.) wollen wir an dieser Stelle gerne einmal ein gelungenes Beispiel korrekten Zitierens präsentieren und wärmstens zur Nachahmung empfehlen:

Eco, Umberto: Wie man einen Ausstellungskatalog bevorwortet (1980)

(…)

Anhang

Den folgenden Text habe ich tatsächlich zur Präsentation des malerischen Werks von Antonio Fomez nach den Regeln der postmodernen Zitierwut geschrieben (vgl. Antonio Fomez, Da Ruopolo a me, Studio Annunciata, Mailand 1982).

Um dem Leser (zum Begriff des »Lesers« vgl. D. Coste, „Three concepts of the reader and their contribution to a theory of literary texts“, „Orbis litterarum“ 34,1980; W. Iser, „Der Akt des Lesens“, München 1972; „Der implizite Leser“, München 1976; U. Eco, „Lector in fabula“, Mailand 1979 [dt. München 1987]; G.Prince, „Introduction à l’étude du narrataire“, „Poétique“ 14, 1973; M. Nojgaard, „Le lecteur et la critique“, „Degres“ 21,1980) einige neue Intuitionen zu vermitteln (vgl. B. Croce, „Estetica come scienza dell‘ espressione e linguistica generale“, Bari 1902; H. Bergson, „Oeuvres“, Edition du Centenaire, Paris 1963; E. Husserl, „Ideen zu einer Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie“, Den Haag 1950) über die Malerei (zum Begriff »Malerei« vgl. Cennino Cennini, „Trattato della pittura“; Bellori, „Vite d’artisti“; Vasari, „Le vite“; P. Barocchi [Hrsg.], „Trattati d’arte del Cinquecento“, Bari 1960; Lomazzo „Trattato dell‘ arte della pittura“; Alberti, „Della pittura“; Armenini, „De’ veri precetti della pittura“; Baldinucci, „Vocabolario toscano dell‘ arte del disegno“; S. van Hoogstraaten, „Inleyding tot de Hooge Schoole der Schilderkonst“, 1678, VIII, i, S. .279 ff.; L. Dolce, „Dialogo della pittura“; Zuccari, „Idea de‘ pittori“) von Antonio Fomez (zu einer allgemeinen Bibliographie vgl. G.Pedicini, „Fomez“, Mailand 1980, besonders S. 60-90), müßte ich eine Analyse (vgl. H. Putnam, „The analytic and the synthetic“ in „Mind, Language and Reality“ 2, London/Cambridge 1975; M. White [Hrsg.],„The Age of Analysis“, New York 1955) in Gestalt (vgl. W. Köhler, „Gestalt Psychology“ New York 1947; P. Guillaume,„La psychologie de la forme“, Paris 1937) vollkommener Unschuld und Unvoreingenommenheit bewerkstelligen (vgl. Piaget, „La representation du monde chez l‘enfant“, Paris 1955: G. Kanizsa, „Grammatica del vedere“, Bologna 1981). Das aber ist ein Ding (zum Ding an sich vgl. Kant, „Kritik der reinen Vernunft“, 1781-1787) der Unmöglichkeit in dieser Welt (vgl. Aristoteles, „Metaphysik“) der Postmoderne (vgl. vgl. ((vgl.(((vgl. vgl.)))))). Darum sage ich hier nichts (vgl. Sartre, „L‘ être et le néant“, Paris 1943), und mir bleibt nur zu schweigen (vgl. Wittgenstein,„Tractatus“, 7). Entschuldigen Sie, vielleicht ein anderes (zum Begriff des »anderen« vgl. J. Lacan,„Ecrits“, Paris 1966) Mal (vgl. E. Viollet-le-Duc, „Opera omnia“)

Aus: Il secondo diario minimo. Bompiani, Mailand1992 (dt. Wie man mit einem Lachs verreist und andere nützliche Ratschläge. Auswahl, übersetzt von Günter Memmert und Burkhart Kroeber. Hanser, München 1993, hier zitiert nach dtv, München, o. J., S. 16f)

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